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Karamellen töten nicht  

...lehrt uns das neue Album von  Mais Uma. Mais Uma: das sind acht Frauen und vier Männer, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, brasilianische und kubanische Rhythmen – insbesondere den Samba – in einen österreichischen Kontext zu setzen.

Mais Uma bestehen mittlerweile seit 1997 und haben heuer ihre zweite CD herausgebracht. Die erste CD, „Mais Uma -  Samba und mehr“ ist 2002 erschienen. 

Bereits der erste Blick auf das neue Album, „Karamellen töten nicht“ verrät uns viel über die Musik des Ensembles aus Innsbruck. Auf dem Cover ist eine dunkelhäutige Frauenskulptur zu sehen – Iansa, die afrobrasilianische Göttin des Windes und des Sturms, wie der Text im Booklet verrät. Iansa steht in einem Haufen typisch-österreichischen Manner-Karamellen. Dies sieht Mais Uma als Metapher für ihre Arbeit und musikalische Weiterentwicklung. Das Bild drückt sowohl die Liebe der Band zur afro-brasilianischen und afro-kubanischen Musik aus, als auch die Experimentierfreude im Vermischen mit Österreichischen Elementen.

Weitere Informationen über Mais Uma und vor allem die Entstehung der Band bietet das erste Lied auf der aktuellen CD. Es trägt den Titel „Wir sind hier“ und erzählt in einer Kombination aus Deutsch, Englisch und Portugiesisch wer Mais Uma sind und sie die wurden, die sie jetzt sind.

Für alle, die die CD gerade nicht bei der Hand haben gibt’s an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung der Entsehung von Mais Uma:

1991 versammelte die Inssbrucker Percussionistin Ingrid Wild Leute aus dem Raum Innsbruck um sich, die daran interessiert waren, Samba zu spielen. Die Formation „So Do Samba“ entstand. 1993 taten sich 6 Musiker von „So Do Samba“ zusammen und gründeten „Mehrdruck“, das drei Jahre lang erfolgreich Musik machte, zahlreicheAuftritte absolvierte und sich 1996 schließlich auflöste. 1997 wurde dann, wie bereits erwähnt, Mais Uma gegründet, das sich seitdem wacker hehauptet.

Nicht nur der kulturelle Austausch und der damit verbundene Kampf gegen Rassismus ist ein Anliegen von Mais Uma. Die Band besteht zu 2/3 aus Frauen und hat daher auch zur Situation der Frauen in der heutigen Gesellschaft einiges loszuwerden. Das kommt besonders klar in dem Lied „Caramelos nao matan (Karamellen töten nicht)“ zu Ausdruck. In einer Mischung aus Deutsch und Englisch prangern Mais Uma u. a. das vorherrschende Schönheitsideal an, denn sie wollen dazu nicht schweigen – sich nicht den Mund verbieten lassen.

Das und vieles mehr hat das neue Album von Mais Uma zu bieten.

Mais Uma treten natürlich auch regelmäßig live auf:

- am 10. Juni in Innsbruck im Rahmen der EM auf der Fanmeile vor dem Landestheater

- am 28. Juni in Kufstein am Kufsteiner Kaiserfest

- am 07. September am Donauinselfest auf der Weltmusikbühne

- am 03. Oktober in Innsbruck beim Fest des Caritas Integrationshauses (Treibhaus)


www.maisuma.com

gepostet am 09-06-2008 13:23:10, mehr Artikel von Anna Wirnsberger, mehr Artikel aus der Kategorie News